Rissprotokoll für Nachbargebäude in Winterthur
Ein Rissprotokoll hält fest, welche Risse an einem Gebäude schon da waren, bevor nebenan gebaut wurde. Nachholen lässt sich diese Aufnahme nicht. Wir erfassen den Ist-Zustand nach der Norm SN 640 312a / VSS 40 312, und in Winterthur trifft das meistens auf ältere Substanz. Das prägt, wie genau wir hinschauen.
- Leistung
- Rissprotokoll
- Ort
- Winterthur
- Aufnahme nach
- SN 640 312a / VSS 40 312
- Direkt
- +41 44 521 05 64
Über die Hälfte des Bestands ist vor 1970 entstanden
Das Wohnmonitoring des Amts für Stadtentwicklung weist für Winterthur 51,7 Prozent des Gesamtwohnungsbestands als vor 1970 erstellt aus, gut ein Viertel stammt aus der Bauperiode 2000 bis 2022. Für ein Rissprotokoll heisst das, dass wir es in Winterthur mehrheitlich mit älterer Substanz zu tun haben, bei der mit vorbestehenden Rissen zu rechnen ist.
Wir behandeln das nicht als Nebensache. Ein Altriss, der im Protokoll fehlt, ist im Streitfall ein neuer Riss. Deshalb erfassen wir vorhandene Risse gleich sorgfältig wie sichtbare Schäden und beschreiben sie so, dass sich der spätere Vergleich am selben Bauteil führen lässt. Die Statistik der Stadt sagt nichts über Rissprotokolle. Sie beschreibt nur den Bestand, unsere Folgerung daraus ist eine fachliche.

Welche Häuser in Winterthur aufgenommen werden
Welche Nachbargebäude ins Protokoll gehören, entscheidet sich vor der Aufnahme. Wir legen den Perimeter mit Ihnen fest und holen die Eigentümerinformationen aus dem Grundbuch.
In der Altstadt sagt die Lage wenig über das Baujahr
Die Winterthurer Altstadt wirkt geschlossen historisch, ist es aber baulich nicht. Nur noch etwa ein Drittel der Bauten stammt aus der Zeit vor 1810, fast die Hälfte wurde im 20. Jahrhundert erstellt. Wer dort pauschal von Bruchsteinmauerwerk ausgeht, ordnet die Risse falsch ein. Wir prüfen deshalb das tatsächliche Baujahr jedes betroffenen Objekts vorab über Inventar und Stadtplan, bevor wir die Aufnahme ansetzen, und richten die Beschreibung nach dem, was wirklich verbaut ist.
Die Altstadt ist seit der Bau- und Zonenordnung von 1986 als Schutzzone ausgeschieden, 1991 kam eine Fassadenschutzverordnung dazu. Auch das gilt der Bausituation und nicht unserer Leistung. Es bedeutet für uns, dass die Fassadenaufnahme ein Detaillierungsgrad braucht, der einer Diskussion mit der Denkmalpflege standhält.
Der Bewilligungsweg zeigt die Fälle früh an
Bei Inventar- und Schutzobjekten sowie bei Neu- und Umbauten in Kernzonen ist in Winterthur immer ein Baugesuch einzureichen, und die Denkmalpflege begleitet solche Projekte von der Eingabe bis zur Fertigstellung. Das gibt Bauherrschaften und Nachbarn einen früh sichtbaren Zeitpunkt. Sobald ein solches Gesuch läuft, ist der Vorlauf für ein Rissprotokoll der betroffenen Nachbarbauten meist noch komfortabel.

Wie ein Riss bei uns beschrieben wird
Jeder Riss bekommt eine eigene Position mit Foto, Ortsangabe im Gebäude, Beschreibung und Massangabe. Wir unterscheiden dabei zwischen den bei mineralischen Verputzen üblichen Schwind- und Haarrissen und Rissen, die auf ein strukturelles Thema hindeuten. Das Ergebnis ist ein Dokument, mit dem sich später Position für Position vergleichen lässt.
An der Tössfeldstrasse war Cumprova 2025 im Auftrag der Birchmeier Baumanagement AG im Einsatz. Die Erfahrung aus dem Winterthurer Stadtgebiet fliesst in neue Aufnahmen ein.

Weitere Leistungen in Winterthur
Zu Rissprotokoll in Winterthur
Nehmen Sie in Winterthur auch ganze Häuserzeilen auf?
Ja. An der Tössfeldstrasse haben wir 2025 den gesamten Perimeter um die Baustelle aufgenommen. Wie viele Liegenschaften dazugehören, legen wir vorher gemeinsam mit der Bauleitung fest.
Was heisst vorsorgliche Beweissicherung?
Vorsorglich heisst, die Aufnahme passiert vor dem ersten Bagger und nicht erst, wenn ein Riss gemeldet wird. Genau darin liegt der Wert. Nachträglich lässt sich nicht mehr belegen, was vorher schon da war, vorher aufgenommen ist es lückenlos festgehalten.
Was ist eine Beweissicherung?
Eine Beweissicherung hält den Zustand von Gebäuden und Anlagen vor Baubeginn fest. Zeigt sich später ein Schaden, lässt sich anhand der Aufnahme belegen, ob er vorher schon da war oder erst durch die Bauarbeiten entstanden ist.
Wann braucht es ein Rissprotokoll?
Immer dann, wenn erschütterungsintensive Arbeiten anstehen. Also bei Aushub, Spundwänden, Rammarbeiten, Sprengungen, Abbrüchen oder schwerem Baustellenverkehr in dicht bebauter Umgebung.
Nach welcher Norm arbeiten Sie?
Wir nehmen nach der Norm SN 640 312a / VSS 40 312 auf. Sie regelt, wie Erschütterungseinwirkungen auf Bauwerke beurteilt werden und was eine Zustandsaufnahme enthalten muss.
Wer bezahlt die Beweissicherung?
In der Regel die Bauherrschaft, weil sie das Risiko trägt und im Streitfall den Nachweis erbringen muss. Für die betroffenen Nachbarn entstehen keine Kosten.
Sagen Sie uns, wann es losgeht.
Nennen Sie uns Adresse und Baujahr des betroffenen Gebäudes sowie den geplanten Baustart nebenan. Wir melden uns mit einem Terminvorschlag. Nach Winterthur fahren wir von Horgen aus, dort selbst sitzen wir nicht. Sie erreichen uns unter +41 44 521 05 64 oder info@cumprova.ch.