Rissmonitoring an Gebäuden in Meilen
Für die neue Schulanlage Allmend in Meilen wird eine vierteilige Sporthalle unter den Boden gebaut. Was oben an sichtbarer Höhe eingespart wird, muss unten aus dem Boden, und das über mehrere Bauphasen im Zeitrahmen 2026 bis 2032. Wer daneben eine Liegenschaft hat, steht damit vor einem Zuordnungsproblem. Eine Aufnahme vor dem ersten Bagger zeigt später zwar, dass ein Riss neu ist, aber nicht, bei welchem Eingriff er entstanden ist. Dafür setzen wir Risssiegel und kontrollieren sie wiederkehrend.
- Leistung
- Rissmonitoring
- Ort
- Meilen
- Aufnahme nach
- SN 640 312a / VSS 40 312
- Direkt
- +41 44 521 05 64
Was eine unterirdische Sporthalle für die Nachbarschaft bedeutet
Das Projekt "openair" fasst in Meilen Primarschule, drei Kindergärten und Sportanlagen in einem kompakten Neubau zusammen. Das Erdgeschoss entsteht in Massivbauweise, die Obergeschosse in Holzbauweise. Für die Nachbarschaft zählt vor allem die vierteilige Sporthalle, die unterirdisch eingebaut wird, damit die sichtbare Bauhöhe klein bleibt. Das heisst substanzieller Aushub mitten im bebauten Gemeindegebiet.
Das Gemeinde-Dossier beschreibt Bauumfang und Zeitrahmen, mehr nicht. Ein Monitoring verlangt hier niemand, weder die Gemeinde noch die Bauherrschaft. Was hier steht, ist eine bautechnische Ableitung, keine behördliche Auflage.

Welche Häuser in Meilen aufgenommen werden
Beobachtet wird nicht die ganze Nachbarschaft, sondern die Liegenschaften im Perimeter, an denen bereits eine Aufnahme vorliegt.
Warum sich eine Bewegung ohne Zwischenmessungen nicht zuordnen lässt
Eine vorsorgliche Beweissicherung hält fest, wie es aussah, bevor gebaut wurde. Das ist der Ausgangszustand und die Grundlage für jede spätere Auseinandersetzung. Dauert der Bau ein paar Monate, reicht das in aller Regel.
Über sechs Jahre und mehrere Bauphasen reicht es nicht mehr. Setzungen entwickeln sich langsam und nicht nur im Moment der stärksten Erschütterung. Ein Riss, der 2028 zum ersten Mal auffällt, lässt sich mit einer Aufnahme von 2026 zwar als neu belegen, einer bestimmten Bauphase zuordnen lässt er sich nicht mehr. Und diese Zuordnung entscheidet später darüber, wer für den Schaden aufkommt. Genau diese Zuordnung ist der Grund für ein begleitendes Rissmonitoring, nicht die Länge des Vorhabens als solche.
Risssiegel und der Rhythmus der Kontrollen
Wir setzen Risssiegel auf vorhandene Risse, dokumentieren sie mit Massbezug und fotografieren sie in gleichbleibender Perspektive. Bei jeder Folgekontrolle wird derselbe Punkt neu vermessen und aufgenommen. Am Ende steht eine Zeitreihe statt eines Einzelbildes, und damit eine Aussage darüber, wann eine Bewegung eingesetzt hat.
Die Kontrollintervalle richten sich nach dem Bauprogramm und nicht nach dem Kalender. Dicht während Aushub und Baugrubensicherung, weiter auseinander in der Ausbauphase. Erschütterungs- und Setzungsmessungen mit Messtechnik führen wir nicht selbst aus, das läuft über Partner, die wir bei Bedarf beiziehen.

Ein zweiter Grund, der in Meilen wiederkehrt
Der Energieverbund Meilen nutzt Abwärme der Delica AG und versorgt rund 100 Gebäude im Gebiet oberhalb der SBB-Gleisanlage. Gebaut wurde er nicht als eine Baustelle, sondern als Folge einzelner Abschnitte, verteilt über Jahre und über wechselnde Strassenzüge. Der Netzbetreiber führt die Etappen öffentlich, von der Bruechstrasse ab August 2022 über das Quartier Wampflen, die Ormisstrasse, die Glärnischstrasse und den Haltenweg bis zur Pfannenstielstrasse, deren Abschnitt 128 bis 150 ab März 2025 erschlossen wurde. Die Gemeinde schreibt zu ihren Energieverbunden, sie würden laufend ausgebaut.
Für eine einzelne Liegenschaft heisst das etwas anderes als bei einer Grossbaustelle. Sie kann mehr als einmal betroffen sein, mit Jahren dazwischen, einmal wenn die Hauptleitung durch die eigene Strasse geht und später nochmals, wenn ein Nachbargrundstück angeschlossen wird. Eine Beweissicherung von 2023 sagt über einen Graben von 2026 nichts. Wo mit weiteren Abschnitten zu rechnen ist, lohnt es sich deshalb, den Ausgangszustand nicht nur einmal festzuhalten, sondern über die Zeit fortzuschreiben.
Am Feldgüetliweg hat Cumprova 2025 für die Thommenkatic AG gearbeitet. Das ist der Meilener Ortsbezug, und er stammt aus einem Bauvorhaben und nicht aus einem Schadensfall.
Einen Standort in Meilen hat Cumprova nicht. Das Büro steht in Horgen, von dort wird Meilen bedient. Für ein Monitoring über mehrere Jahre heisst das, dass wir Zwischenkontrollen und kurzfristige Nachaufnahmen einplanen und nicht spontan zusagen.

Weitere Leistungen in Meilen
Zu Rissmonitoring in Meilen
Prüfen Sie in Meilen, ob ein Nachbarobjekt geschützt ist?
Ja. Die Kantonsliste des Bundesamts für Bevölkerungsschutz führt dreizehn Meilener Objekte, fünf davon in Kategorie A. Vor der Aufnahme gleichen wir die Adressen im Perimeter dagegen ab. Steht ein geführtes Objekt darunter, halten wir Material und Befunde einzeln fest statt in Sammelvermerken, und die Befestigung allfälliger Messmarken klären wir vorher mit der Eigentümerschaft.
Was ist ein Risssiegel?
Ein Risssiegel ist ein zweiteiliger Messkörper mit Raster, der über einen Riss gesetzt wird. Verschiebt sich der Untergrund, verschiebt sich das Raster mit und die Bewegung lässt sich in Millimetern ablesen.
Wie oft wird gemessen?
Das richtet sich nach der Bauphase. Üblich sind eine Erstaufnahme, Zwischenkontrollen bei den kritischen Arbeiten und eine Schlusskontrolle nach Bauende.
Bringt Rissmonitoring auch ohne Baustelle etwas?
Ja. Setzungen, Hangdruck oder Temperaturwechsel bewegen ein Gebäude ebenfalls. Eine Messreihe über mehrere Monate zeigt, ob ein Riss aktiv ist oder ruht.
Beschädigen die Siegel die Fassade?
Innen kleben wir die Siegel, das lässt sich rückstandsarm entfernen. Nur wo der Untergrund es verlangt, verschrauben wir zusätzlich, und das stimmen wir vorher mit dem Eigentümer ab.
Sagen Sie uns, wann es losgeht.
Schreiben Sie uns die Adresse Ihrer Liegenschaft, den Abstand zur Baustelle und, falls bekannt, das Bauprogramm des Vorhabens. Wir sehen uns die Ausgangslage an und sagen Ihnen, ob eine einmalige Aufnahme genügt oder ob eine Begleitung über die Bauzeit sinnvoller ist. Sind schon Risse da, gehören sie in die Erstaufnahme, bevor die Baustelle anläuft. Sie erreichen uns unter +41 44 521 05 64 oder info@cumprova.ch.