Vorsorgliche Beweissicherung für Bauvorhaben in Winterthur
In der Lokstadt auf dem ehemaligen Sulzerareal stehen Neubaufelder und denkmalgeschützte Bestandshallen unmittelbar nebeneinander. Baufeld 1 schliesst an die geschützte Halle 1007 an, Baufeld 2 an die geschützte Fassade zur Zürcherstrasse, Baufeld 4a an die geschützten Hallen 1012 und 1013. Das Gesamtprojekt umfasst rund 750 Wohnungen auf 122800 Quadratmetern und ist seit Januar 2016 in Realisierung.
- Leistung
- Beweissicherung
- Ort
- Winterthur
- Aufnahme nach
- SN 640 312a / VSS 40 312
- Direkt
- +41 44 521 05 64
Ob Sie in Winterthur selbst bauen oder neben der Baustelle liegen, die vorsorgliche Beweissicherung schreibt fest, wie die betroffenen Gebäude aussahen, bevor der erste Bagger kam. Aufgenommen wird nach der Norm SN 640 312a / VSS 40 312, jeder Befund mit Bild und mit seiner Stelle im Gebäude. Sämtliche Schäden und Mängel stehen danach strukturiert in einem Protokoll, das gegenüber Versicherungen und vor Gericht Bestand hat.
Was ein Baufeld neben einer geschützten Halle an der Aufnahme ändert
Bei einem gewöhnlichen Neubau ist der Nachbar ein Wohnhaus, das sich im Schadenfall instand setzen lässt. In der Lokstadt ist der Nachbar eine Halle, die unter Schutz steht und deren Substanz nicht einfach ersetzt werden kann. Weil die Neubaufelder dort direkt an diese erhaltenen Hallen anschliessen, ist eine Beweissicherung der angrenzenden Bauten bei jedem neuen Baufeld-Baubeginn sachlich angezeigt. Das ist unsere fachliche Einschätzung der Lage und keine Vorgabe der Bauherrschaft oder der Denkmalpflege.
Für die Aufnahme ändert das zwei Dinge. Die Materialien lesen wir am Objekt ab, statt sie aus dem Baujahr abzuleiten, weil an einem umgenutzten Industriebau Bestand und Sanierungsschichten nebeneinanderliegen. Und der Perimeter fällt grosszügiger aus, weil eine lange Hallenfassade entlang eines Baufelds über ihre ganze Länge betroffen ist und nicht nur an der Ecke zur Baugrube.

Welche Häuser in Winterthur aufgenommen werden
Nicht das halbe Quartier, aber auch nicht nur das Haus nebenan. Den Aufnahmeperimeter legen wir gemeinsam mit Ihnen fest, bevor die erste Maschine anrückt.
Der Zeitpunkt lässt sich in der Lokstadt vorausplanen
Für das Baufeld 4b ist nach aktuellem Planungsstand das 100 Meter hohe Wohnhochhaus Rocket vorgesehen, mit Baubeginn Mitte 2027 und Fertigstellung 2030. Die Bauweise wurde von Holz-Hybrid auf überwiegend Stahl und Beton umgestellt. Wer eine der angrenzenden Bestandshallen bewirtschaftet, hat damit einen konkreten Termin, an dem er die Aufnahme ansetzen kann, statt sie in der Woche vor dem Aushub zu organisieren. Zwischen dem ersten Anruf und dem fertigen Protokoll liegen bei uns Grundbuchauszug, Anschreiben und Begehung, und dafür ist so ein Vorlauf reichlich.
Rammarbeiten und Baugrubensicherungen laufen über eine eigene Bewilligung
Die Stadt Winterthur verlangt neben der ordentlichen Baubewilligung eine separate Bewilligung für Rammarbeiten und Sprengungen sowie für die Inanspruchnahme des öffentlichen Grundes zu Bauzwecken, wozu auch Baugrubensicherungen zählen. Diese Bewilligungspflicht gilt dem Bauvorhaben, nicht der Beweissicherung. Für Sie ist sie trotzdem nützlich, weil sie anzeigt, wie erschütterungsintensiv gearbeitet wird. Steht im Gesuch eine Rammung oder eine Sicherung über den Trottoirbereich, spricht das dafür, die Nachbargebäude vorher aufzunehmen.

Wie wir eine Beweissicherung in Winterthur abwickeln
Am Anfang steht der Perimeter. Wir schauen mit Ihnen an, welche Gebäude rund um die Baustelle in die Aufnahme gehören, und ziehen die Eigentümer über das Grundbuch nach. Anschreiben und Terminabsprache mit Hausbesitzern und Verwaltungen erledigen wir. Bei der Begehung gehen wir aussen und innen durch, jeder Befund bekommt sein Foto und seine Ortsangabe, danach geht das Protokoll raus. Winterthur bedienen wir ab Horgen, ein Büro vor Ort haben wir nicht.
An der Tössfeldstrasse in Winterthur haben wir 2025 im Auftrag der Birchmeier Baumanagement AG eine Beweissicherung ausgeführt. Das Projekt liegt im Stadtgebiet und war ein Wohnbauvorhaben.

Weitere Leistungen in Winterthur
Zu Beweissicherung in Winterthur
Nehmen Sie in Winterthur auch ganze Häuserzeilen auf?
Ja. An der Tössfeldstrasse haben wir 2025 den gesamten Perimeter um die Baustelle aufgenommen. Wie viele Liegenschaften dazugehören, legen wir vorher gemeinsam mit der Bauleitung fest.
Was heisst vorsorgliche Beweissicherung?
Vorsorglich heisst, die Aufnahme passiert vor dem ersten Bagger und nicht erst, wenn ein Riss gemeldet wird. Genau darin liegt der Wert. Nachträglich lässt sich nicht mehr belegen, was vorher schon da war, vorher aufgenommen ist es lückenlos festgehalten.
Was ist eine Beweissicherung?
Eine Beweissicherung hält den Zustand von Gebäuden und Anlagen vor Baubeginn fest. Zeigt sich später ein Schaden, lässt sich anhand der Aufnahme belegen, ob er vorher schon da war oder erst durch die Bauarbeiten entstanden ist.
Wann braucht es ein Rissprotokoll?
Immer dann, wenn erschütterungsintensive Arbeiten anstehen. Also bei Aushub, Spundwänden, Rammarbeiten, Sprengungen, Abbrüchen oder schwerem Baustellenverkehr in dicht bebauter Umgebung.
Nach welcher Norm arbeiten Sie?
Wir nehmen nach der Norm SN 640 312a / VSS 40 312 auf. Sie regelt, wie Erschütterungseinwirkungen auf Bauwerke beurteilt werden und was eine Zustandsaufnahme enthalten muss.
Wer bezahlt die Beweissicherung?
In der Regel die Bauherrschaft, weil sie das Risiko trägt und im Streitfall den Nachweis erbringen muss. Für die betroffenen Nachbarn entstehen keine Kosten.
Sagen Sie uns, wann es losgeht.
Schicken Sie uns die Adresse des Bauvorhabens und den geplanten Baustart. Wir sagen Ihnen, welche Nachbargebäude in den Perimeter gehören und wie viel Vorlauf die Aufnahme braucht. Sie erreichen uns unter +41 44 521 05 64 oder info@cumprova.ch.