Rissmonitoring

Rissmonitoring an Hangbaustellen in Wädenswil

In Wädenswil ist die grössere Abgrabung am Hang nicht die Ausnahme, sondern der ausdrücklich geregelte Fall. Für ein Nachbargebäude heisst das, dass sich der Boden unter ihm über Wochen verändert und danach ein zweites Mal, wenn wieder aufgefüllt wird.

Leistung
Rissmonitoring
Ort
Wädenswil
Aufnahme nach
SN 640 312a / VSS 40 312
Direkt
+41 44 521 05 64
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Was Art. 40 der Bauordnung zulässt

Nach Art. 40 der Bau- und Zonenordnung sind grundsätzlich nur geringfügige Terrainveränderungen zulässig. An Hanglagen können jedoch weitergehende bewilligt werden, damit die Erdgeschosse städtebaulich angemessen gestaltet werden können. Die Ausnahme ist also für den Hang geschrieben.

Dazu passt, dass die Bauordnung steile Parzellen ohnehin gesondert behandelt. Ab einer durchschnittlichen Neigung von mehr als 30 Prozent sieht sie in der Zone W2/30% eine traufseitige Fassadenhöhe von 7,5 Metern statt 6,0 Metern vor. Wer am Wädenswiler Hang baut, arbeitet mit einem eigenen Regelsatz, und der lässt beim Terrain mehr zu als im flachen Gemeindeteil.

Messrad und Massband auf einem aufgerissenen Strassenbelag
Umfang

Welche Häuser in Wädenswil aufgenommen werden

Beobachtet wird nicht die ganze Nachbarschaft, sondern die Liegenschaften im Perimeter, an denen bereits eine Aufnahme vorliegt.

BAUSTELLEKTN 8589KTN 8238KTN 2344N050 m
Beispielplan. Rot eingefärbt sind die Liegenschaften, die aufgenommen werden.
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Warum die Messreihe hier nicht mit dem Aushub endet

Eine Abgrabung am Hang nimmt dem Boden daneben einen Teil seines Gegenhalts. Das wirkt nicht sofort und nicht auf einmal, sondern über die Zeit, in der die Grube offen steht. Wird danach hinterfüllt und die Stützkonstruktion belastet, kehrt sich die Richtung teilweise um. Der Hang sucht ein neues Gleichgewicht und braucht dafür länger als die Baustelle.

Deshalb legen wir bei Hangbaustellen in Wädenswil die letzte Ablesung nicht auf den Bauabschluss, sondern deutlich danach. Eine Messreihe, die mit dem Abtransport des Krans endet, verpasst genau die Bewegung, die aus der Rückbelastung kommt.

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Wo die Messpunkte sitzen

Am Hang liegt die Einwirkung nicht vor der Fassade, sondern unter dem Gebäude. Die Messpunkte gehören deshalb auf die talseitige Seite und in die unteren Geschosse, dorthin, wo eine Setzung zuerst ankommt. Ein Riss im Kellergeschoss sagt an einer Hangbaustelle mehr als einer unter dem Dach.

Wir setzen Risssiegel über die massgebenden Risse und lesen sie in festgelegten Abständen ab. Ein verschobenes Raster zeigt die Bewegung in Millimetern, ein unverändertes zeigt, dass sich nichts getan hat. Beides ist dokumentiert und datiert. Wädenswil bedienen wir vom Büro in Horgen aus, der Nachbargemeinde. Weil die Wege kurz sind, lässt sich eine Zwischenkontrolle kurzfristig einschieben.

Risssiegel mit Messraster über einem Riss in einer verputzten Fassade
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Was wir selbst machen und was über Partner läuft

Rissaufnahme, Risssiegel und die Ablesungen führen wir selbst aus, dokumentiert nach der Norm SN 640 312a / VSS 40 312. Erschütterungs- und Setzungsmessungen laufen über Partner, mit denen wir zusammenarbeiten, das ist keine Eigenleistung. Wenn ein Projekt beides braucht, organisieren wir die Schnittstelle, damit die Messdaten und unsere Aufnahmen dieselben Referenzpunkte verwenden.

Belegte Einsätze in Wädenswil

Cumprova war bereits bei Projekten in Wädenswil im Einsatz, 2024 an der Sandhofstrasse im Auftrag der Mario Widmer Baubegleitung GmbH und 2025 am Wohnbau an der Meienburgstrasse. Die Erfahrung aus dem Ort fliesst in die Planung neuer Messreihen ein.

Perimeterplan der Beweissicherung an der Meienburgstrasse in Wädenswil, Referenzprojekt von Cumprova für Rissmonitoring in Wädenswil
Meienburgstrasse, Wädenswil, 2025
Häufige Fragen

Zu Rissmonitoring in Wädenswil

Lohnt sich in Wädenswil zusätzlich ein Rissmonitoring?

In den Hanglagen häufig ja. Wo tief ausgehoben wird und Nachbargebäude oberhalb stehen, zeigt erst eine Messreihe mit Risssiegeln, ob sich ein Riss während der Bauzeit tatsächlich bewegt.

Was ist ein Risssiegel?

Ein Risssiegel ist ein zweiteiliger Messkörper mit Raster, der über einen Riss gesetzt wird. Verschiebt sich der Untergrund, verschiebt sich das Raster mit und die Bewegung lässt sich in Millimetern ablesen.

Wie oft wird gemessen?

Das richtet sich nach der Bauphase. Üblich sind eine Erstaufnahme, Zwischenkontrollen bei den kritischen Arbeiten und eine Schlusskontrolle nach Bauende.

Bringt Rissmonitoring auch ohne Baustelle etwas?

Ja. Setzungen, Hangdruck oder Temperaturwechsel bewegen ein Gebäude ebenfalls. Eine Messreihe über mehrere Monate zeigt, ob ein Riss aktiv ist oder ruht.

Beschädigen die Siegel die Fassade?

Innen kleben wir die Siegel, das lässt sich rückstandsarm entfernen. Nur wo der Untergrund es verlangt, verschrauben wir zusätzlich, und das stimmen wir vorher mit dem Eigentümer ab.

Monitoring aufsetzen

Sagen Sie uns, wann es losgeht.

Sagen Sie uns die Adresse und, soweit bekannt, die Zone und die Neigung der Baustellenparzelle. Wir schauen uns die Lage an und schlagen vor, wann die Nullaufnahme liegt, in welchen Abständen abgelesen wird und wie lange die Reihe nach dem Hinterfüllen weiterläuft. Sie erreichen uns unter +41 44 521 05 64 oder info@cumprova.ch.