Begleitendes Rissmonitoring in Winterthur
Wenn der Aushub in Etappen läuft und die Baugrube im Steilhang steht, zieht sich die heikle Phase über Jahre statt über einen Sommer. Rissmonitoring heisst deshalb, dass wir nach der Erstaufnahme dranbleiben. Wir setzen Risssiegel über die betroffenen Risse, lesen sie in vereinbarten Abständen ab und halten jede Veränderung mit Datum fest. So steht am Ende neben dem Ausgangszustand auch der Zeitpunkt jeder Bewegung im Protokoll.
- Leistung
- Rissmonitoring
- Ort
- Winterthur
- Aufnahme nach
- SN 640 312a / VSS 40 312
- Direkt
- +41 44 521 05 64
Was zwischen zwei Aufnahmen verloren geht
Eine Aufnahme vor Baubeginn und eine nach Bauende ergeben zwei Bilder und dazwischen eine Lücke von mehreren Jahren. Bei einem kurzen Bauvorhaben ist das vertretbar. Zieht sich der Aushub über mehrere Etappen, fehlt der Zusammenhang zwischen einer konkreten Bauphase und einer konkreten Rissbewegung. Genau diesen Zusammenhang braucht die Gegenseite, wenn sie einen Schaden bestreitet.

Welche Häuser in Winterthur aufgenommen werden
Beobachtet wird nicht die ganze Nachbarschaft, sondern die Liegenschaften im Perimeter, an denen bereits eine Aufnahme vorliegt.
Der Brühlberg zeigt, wie in Winterthurs Hanglagen gebaut wird
Bei der Überbauung Brühlberg Süd mussten in einem bis zu 40 Grad steilen Hanggebiet vier einzelne Baugruben geplant und gesichert werden, primär mit Nagelwänden im anstehenden Molassefels, bei ungünstigerer Geologie im Lockergestein mit einer rückverankerten Rühlwand mit Eckspriessen. Das Projekt umfasste 138 Wohnungen und lief von 2011 bis 2017. Es ist abgeschlossen und steht hier als Beispiel für die Topografie, nicht als aktuelle Baustelle.
Übertragbar ist daran die Staffelung. Wo der Hang so steil ist, lässt sich nicht eine einzige grosse Grube ausheben, sondern es entstehen mehrere nacheinander, jede mit eigener Sicherung und eigener Bauphase. Für ein Nachbargebäude bedeutet das mehrere kritische Zeitfenster über mehrere Jahre. Deshalb empfiehlt sich an solchen Winterthurer Hangstandorten ein durchlaufendes Monitoring über die gesamte Bauzeit statt einer einmaligen Aufnahme. Die Projektreferenz des beteiligten Ingenieurbüros beschreibt die Baugrubensicherung und sagt nichts über Rissmonitoring, die Folgerung ist unsere.
Was im Baugesuch für eine Begleitung spricht
Braucht ein Projekt in Winterthur eine bauzeitliche Absenkung des Grundwasserspiegels oder Bauteile unterhalb des höchsten Grundwasserspiegels, ist dafür im Gewässerschutzbereich Au eine kantonale Bewilligung des AWEL nötig. Diese Bewilligungspflicht gilt dem Bauvorhaben. Für Sie ist sie ein früher Hinweis, dass über eine längere Zeit in den Untergrund eingegriffen wird, und das spricht für eine Begleitung über die ganze Absenkungsdauer.
Ein zweiter Hinweis steht in der Fundation. Das AWEL nennt als Vorteil einer Pfahl-Platten-Gründung gegenüber einer reinen Flächengründung ausdrücklich die Reduktion von absoluten und differentiellen Setzungen sowohl des Bauwerks als auch von benachbarten Bestandesbauten. Wenn ein Projekt diesen Weg wählt, hat der Bauingenieur ein Setzungsrisiko für die Nachbarschaft bereits erkannt. Ein begleitendes Monitoring ist dann sachlich angezeigt.

Wie das Monitoring bei uns läuft
Wir beginnen mit der vollständigen Erstaufnahme nach der Norm SN 640 312a / VSS 40 312, damit der Ausgangszustand sauber steht. Danach setzen wir Risssiegel an den Rissen, die für den Bauablauf relevant sind, und legen mit Ihnen die Ableseintervalle entlang der Bauetappen fest. Jede Ablesung wird fotografisch und schriftlich festgehalten. Erschütterungs- und Setzungsmessungen sind keine Eigenleistung von uns, dafür arbeiten wir mit Partnern.
In Winterthur haben wir 2025 an der Tössfeldstrasse im Auftrag der Birchmeier Baumanagement AG gearbeitet. Dieser Auftrag ist als Beweissicherung dokumentiert und nicht als Rissmonitoring, wir führen ihn hier als Beleg für Präsenz und Auftraggeber im Stadtgebiet. Insgesamt sind bei uns 18 Projekte dokumentiert.

Weitere Leistungen in Winterthur
Zu Rissmonitoring in Winterthur
Nehmen Sie in Winterthur auch ganze Häuserzeilen auf?
Ja. An der Tössfeldstrasse haben wir 2025 den gesamten Perimeter um die Baustelle aufgenommen. Wie viele Liegenschaften dazugehören, legen wir vorher gemeinsam mit der Bauleitung fest.
Was ist ein Risssiegel?
Ein Risssiegel ist ein zweiteiliger Messkörper mit Raster, der über einen Riss gesetzt wird. Verschiebt sich der Untergrund, verschiebt sich das Raster mit und die Bewegung lässt sich in Millimetern ablesen.
Wie oft wird gemessen?
Das richtet sich nach der Bauphase. Üblich sind eine Erstaufnahme, Zwischenkontrollen bei den kritischen Arbeiten und eine Schlusskontrolle nach Bauende.
Bringt Rissmonitoring auch ohne Baustelle etwas?
Ja. Setzungen, Hangdruck oder Temperaturwechsel bewegen ein Gebäude ebenfalls. Eine Messreihe über mehrere Monate zeigt, ob ein Riss aktiv ist oder ruht.
Beschädigen die Siegel die Fassade?
Innen kleben wir die Siegel, das lässt sich rückstandsarm entfernen. Nur wo der Untergrund es verlangt, verschrauben wir zusätzlich, und das stimmen wir vorher mit dem Eigentümer ab.
Sagen Sie uns, wann es losgeht.
Sagen Sie uns, wo gebaut wird, wie lange die Bauzeit angesetzt ist und wie viele Etappen vorgesehen sind. Daraus ergibt sich, ob eine Erstaufnahme genügt oder ob sich eine Begleitung lohnt. Unser Sitz ist Horgen, nach Winterthur fahren wir an. Sie erreichen uns unter +41 44 521 05 64 oder info@cumprova.ch.