Rissmonitoring mit Risssiegeln in Chur
Am Bahnhof Chur West sind entlang des Bahndamms bereits rund 430 Meter Stützbauwerke erstellt, dazu die südliche Brücke über die Raschärenstrasse mit Bushaltestelle und künftigem Bahnhofplatz. Bis zur Eröffnung folgen weitere Abschnitte. Gebaut wird seit Januar 2025 in Bausaisons, die laufende hat am 12. Januar 2026 begonnen, eröffnet wird mit dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2026. Die Baustelle grenzt direkt an das Einkaufszentrum City West.
- Leistung
- Rissmonitoring
- Ort
- Chur
- Aufnahme nach
- SN 640 312a / VSS 40 312
- Direkt
- +41 44 521 05 64
Entscheidend ist daran, was ein Stützbauwerk mit dem Boden daneben macht, nicht wie lange die Baustelle dauert.
Was sich mit jedem Abschnitt am Bahndamm ändert
Ein Stützbauwerk verändert, wie sich der Erddruck im Damm verteilt. Solange nur ein Abschnitt steht, trägt der Boden daneben weiter mit. Kommt der nächste dazu, verschiebt sich diese Verteilung erneut, und zwar an einer anderen Stelle der Strecke. Über rund 430 Meter und mehrere Bausaisons ist das eine Folge von Änderungen und nicht eine einzelne.
Eine Aufnahme am Stichtag greift dafür zu kurz. Sie beantwortet, ob ein Riss vorher schon da war. Sie beantwortet nicht, bei welchem Abschnitt er sich bewegt hat. Genau das ist aber die Frage, die später zählt, weil sich nur darüber ein Zusammenhang mit einer Bauetappe herstellen oder ausschliessen lässt.

Welche Häuser in Chur aufgenommen werden
Beobachtet wird nicht die ganze Nachbarschaft, sondern die Liegenschaften im Perimeter, an denen bereits eine Aufnahme vorliegt.
Warum die Messreihe die Eröffnung überdauert
Ein Stützbauwerk ist kein vorübergehender Zustand. Es bleibt stehen, und mit ihm bleibt die veränderte Verteilung des Erddrucks. Der Boden braucht danach Zeit, bis er sich auf die neue Lage eingestellt hat, und diese Zeit reicht über den Fahrplanwechsel hinaus.
Deshalb endet unsere Messreihe an dieser Baustelle nicht mit dem letzten Bauabschnitt. Wir setzen die Schlussablesung nach dem ersten Winter unter dem fertigen Bauwerk an, weil Frost und Schneeschmelze im Churer Rheintal die erste ernsthafte Probe für die neue Lastverteilung sind. Wer im Dezember abschliesst, dokumentiert den Zustand vor dieser Probe.
Wie wir die Messgänge an die Abschnitte hängen
Wir setzen Risssiegel in x, y und z, geklebt und bei Bedarf zusätzlich verschraubt, und lesen die Verschiebung in Millimetern ab. Eine Erschütterungs- oder Setzungsmessung ist das nicht, dafür arbeiten wir mit Partnern.
Die Erstaufnahme machen wir einmal, vor dem ersten Messgang, und sie bleibt der Bezugspunkt für alles Weitere. Danach legen wir die Messgänge an die Bauabschnitte, je einen vor dem Beginn eines neuen Abschnitts und einen nach dessen Abschluss. Jeder Gang wird vor Ort protokolliert und datiert. Dafür brauchen wir den Bauablauf des angrenzenden Abschnitts.

Was am Ende aus der Messreihe wird
Nach der Schlussablesung gleichen wir fotogrammetrisch gegen die Erstaufnahme ab. Was dann vorliegt, ist eine Reihe mit Datum je Messgang. Aus ihr lässt sich ablesen, ob ein Riss ruht oder ob er sich bewegt hat, und in welchem Zeitraum. Diese Reihe bleibt verwertbar, wenn die Baustelle längst weg ist.
Cumprova nimmt im Churer Stadtgebiet regelmässig auf, 2025 an der La-Nicca-Strasse im Auftrag der Nocasa Partner AG, im Jahr davor an der Barblanstrasse und 2026 am Gewerbepark Felsenaustrasse. Aus dem übrigen Graubünden kommen die Rüschiger Sita in Churwalden und das Pfruondhus in Tenna dazu, beide 2026, also aus der Region und nicht aus Chur selbst.

Weitere Leistungen in Chur
Zu Rissmonitoring in Chur
Welche Nachbargebäude gehören in Chur in die Aufnahme?
Wo in Chur auf der Grundstücksgrenze zusammengebaut wird, grenzt die Baugrube unmittelbar an das Nachbarhaus. Dann gehört die Grenzwand dazu und mit ihr die daran anschliessenden Innenräume, nicht nur die vom Vorhaben abgewandte Seite. Welche Liegenschaften betroffen sind, legen wir gemeinsam mit Ihnen fest, bevor der erste Termin steht.
Was ist ein Risssiegel?
Ein Risssiegel ist ein zweiteiliger Messkörper mit Raster, der über einen Riss gesetzt wird. Verschiebt sich der Untergrund, verschiebt sich das Raster mit und die Bewegung lässt sich in Millimetern ablesen.
Wie oft wird gemessen?
Das richtet sich nach der Bauphase. Üblich sind eine Erstaufnahme, Zwischenkontrollen bei den kritischen Arbeiten und eine Schlusskontrolle nach Bauende.
Bringt Rissmonitoring auch ohne Baustelle etwas?
Ja. Setzungen, Hangdruck oder Temperaturwechsel bewegen ein Gebäude ebenfalls. Eine Messreihe über mehrere Monate zeigt, ob ein Riss aktiv ist oder ruht.
Beschädigen die Siegel die Fassade?
Innen kleben wir die Siegel, das lässt sich rückstandsarm entfernen. Nur wo der Untergrund es verlangt, verschrauben wir zusätzlich, und das stimmen wir vorher mit dem Eigentümer ab.
Sagen Sie uns, wann es losgeht.
Sagen Sie uns die Adresse und was in der Nachbarschaft gebaut wird. Wir schauen an, welche Risse als Messpunkte taugen, und schlagen Ihnen einen Rhythmus vor, der zu den Bauabschnitten passt, samt der Schlussablesung nach dem ersten Winter. Weil wir für Chur ab Disentis anfahren, planen wir wiederkehrende Messgänge gebündelt. Sie erreichen uns unter +41 44 521 05 64 oder info@cumprova.ch.