Rissmonitoring

Laufendes Rissmonitoring für Liegenschaften in Zürich

Eine einzige Aufnahme vor Baubeginn hält den Ausgangszustand fest. Über den Zeitpunkt einer späteren Bewegung sagt sie nichts. In Zürich gibt es einen Fall, in dem dieser Unterschied besonders zählt, nämlich dort, wo für die Bauzeit Wasser aus dem Boden geholt wird.

Leistung
Rissmonitoring
Ort
Zürich
Aufnahme nach
SN 640 312a / VSS 40 312
Direkt
+41 44 521 05 64
01

Warum die Wasserhaltung den Takt vorgibt

Im Kanton Zürich braucht die Absenkung des Grundwasserspiegels während der Bauzeit im Gewässerschutzbereich Au eine kantonale Bewilligung des AWEL. Dieser Bereich zieht sich unter anderem entlang der Limmat und durch das Seebecken, also mitten durch dicht bebautes Stadtgebiet. Wie viele Untergeschosse überhaupt möglich sind, begrenzt der höchste Grundwasserspiegel.

Die Bewilligungspflicht gilt der Wasserhaltung und nicht der Dokumentation an den Nachbargebäuden. Für die Planung eines Monitorings ist sie trotzdem das brauchbarste Signal, das ein Bauablauf hergibt. Wo eine solche Absenkung bewilligt wurde, steht fest, dass über Wochen bis Monate offen gepumpt wird.

Und darauf kommt es an. Eine abgesenkte Grundwasserlinie wirkt anders als ein einzelner Erschütterungsvorgang. Der Boden gibt verzögert nach, über die Dauer der Absenkung hinweg, und er hebt sich zum Teil wieder, wenn der Spiegel zurückkommt. Eine Aufnahme am Anfang und eine am Ende können dazwischen nichts auflösen. Wir setzen die Risssiegel deshalb vor der ersten Absenkung und messen weiter, bis der Spiegel wieder steht, nicht bis der Rohbau fertig ist.

Risssiegel mit Messraster über einem feinen Riss in einer weissen Wand
Umfang

Welche Häuser in Zürich aufgenommen werden

Beobachtet wird nicht die ganze Nachbarschaft, sondern die Liegenschaften im Perimeter, an denen bereits eine Aufnahme vorliegt.

BAUSTELLEKTN 8589KTN 8238KTN 2344N050 m
Beispielplan. Rot eingefärbt sind die Liegenschaften, die aufgenommen werden.
02

Ein Abschnitt, der im Gewässerschutzbereich liegt

Ein Beispiel für eine solche Lage ist die Sanierung der denkmalgeschützten Tramhaltestelle Bahnhofquai, einer Anlage aus den 1950er-Jahren mit rund 44 000 Fahrgästen täglich. Gearbeitet wird von Ende 2025 bis Mitte Dezember 2026 an Gleis, Hochbau und Strasse, teilweise nachts, mitten zwischen Hauptbahnhof und Altstadt. Die Projektseite der Stadt beschreibt Bauumfang und Termine, mehr nicht, und von Anwohnern verlangt sie kein Monitoring.

Der Abschnitt liegt unmittelbar an der Limmat und damit im Gewässerschutzbereich Au. Ob dort für die Bauzeit abgesenkt wird, steht in der Bewilligung des AWEL und nicht auf der Projektseite der Stadt. Wir fragen das vor der Offerte ab.

03

Der Takt der Kontrollen

Die Intervalle legen wir vor dem Start fest, nach Bauprogramm und Absenkkurve, nicht nach Kalenderroutine. Solange gepumpt wird, sitzen die Kontrollen enger als in einer Phase, in der nur noch ausgebaut wird. Ändert sich das Bauprogramm, ändert sich der Takt mit.

Unser Betrieb sitzt in Horgen, nicht in der Stadt. Die Anfahrt ist Teil der Planung, weil sie mitbestimmt, wie eng sich Zwischenkontrollen realistisch takten lassen. Wir sagen das lieber vorher, als einen Rhythmus zu versprechen, den wir über ein Jahr nicht halten. Erschütterungs- und Setzungsmessungen gehören nicht zu unseren eigenen Leistungen, dafür arbeiten wir mit Partnern zusammen.

Messrad und Massband auf einem aufgerissenen Strassenbelag
Was an Zürcher Belegen vorliegt

Cumprova war in der Stadt Zürich bereits mehrfach im Einsatz, am Neubau Forum UZH der Universität Zürich im Auftrag des Hochbauamts Kanton Zürich (2024), Am Oeschbrig in Zürich Witikon (2024) und an der Zürichbergstrasse (2025). Die Erfahrung aus diesen Einsätzen fliesst in die Planung neuer Messreihen im Stadtgebiet ein.

Perimeterplan der Beweissicherung für den Neubau Forum UZH in Zürich, Referenzprojekt von Cumprova für Rissmonitoring in Zürich
Neubau Forum UZH, Universität Zürich, 2024
Häufige Fragen

Zu Rissmonitoring in Zürich

Arbeiten Sie in Zürich auch für die öffentliche Hand?

Ja. Für den Neubau Forum UZH haben wir die Beweissicherung im Auftrag des Hochbauamts Kanton Zürich ausgeführt. Weitere Aufnahmen liefen für Bauleitungen an der Toblerstrasse, der Langstrasse und Am Oeschbrig in Witikon.

Was ist ein Risssiegel?

Ein Risssiegel ist ein zweiteiliger Messkörper mit Raster, der über einen Riss gesetzt wird. Verschiebt sich der Untergrund, verschiebt sich das Raster mit und die Bewegung lässt sich in Millimetern ablesen.

Wie oft wird gemessen?

Das richtet sich nach der Bauphase. Üblich sind eine Erstaufnahme, Zwischenkontrollen bei den kritischen Arbeiten und eine Schlusskontrolle nach Bauende.

Bringt Rissmonitoring auch ohne Baustelle etwas?

Ja. Setzungen, Hangdruck oder Temperaturwechsel bewegen ein Gebäude ebenfalls. Eine Messreihe über mehrere Monate zeigt, ob ein Riss aktiv ist oder ruht.

Beschädigen die Siegel die Fassade?

Innen kleben wir die Siegel, das lässt sich rückstandsarm entfernen. Nur wo der Untergrund es verlangt, verschrauben wir zusätzlich, und das stimmen wir vorher mit dem Eigentümer ab.

Rissmonitoring in Zürich anfragen

Sagen Sie uns, wann es losgeht.

Der richtige Zeitpunkt für die Anfrage ist, solange die Baugrube noch zu ist. Wir brauchen den Bauablauf mit den Etappen und die Adressen der betroffenen Liegenschaften, dazu jemanden, der den Zutritt regeln kann. Ist eine Grundwasserabsenkung vorgesehen, sagen Sie es dazu, dann legen wir die Nullaufnahme davor. Danach schlagen wir Erstaufnahme, Kontrollrhythmus und Schlussabnahme in einem Ablauf vor.

Cumprova GmbH, Schlittenweg 2, 8810 Horgen. Telefon +41 44 521 05 64, info@cumprova.ch.