Rissmonitoring mit Risssiegeln in Küsnacht-Goldbach
An der Seestrasse in Küsnacht-Goldbach wird die Fahrbahn auf rund 600 Metern ersetzt und gleichzeitig werden die Leitungen darunter erneuert. Wer zwischen den Hausnummern 9 und 45 wohnt oder eine Liegenschaft verwaltet, hat diese Baustelle über Monate direkt vor der Fassade.
- Leistung
- Rissmonitoring
- Ort
- Küsnacht
- Aufnahme nach
- SN 640 312a / VSS 40 312
- Direkt
- +41 44 521 05 64
Rissmonitoring heisst bei uns, dass Risssiegel über bestehende Risse gesetzt und über die Bauzeit wiederkehrend abgelesen werden, statt nur eine Erst- und eine Schlussaufnahme zu machen. Jeder Messgang wird protokolliert. Am Ende steht eine Messreihe, die zeigt, ob und wann sich ein Riss bewegt hat. Küsnacht bedienen wir ab Horgen.
Was an der Seestrasse in Goldbach gebaut wird
Der Regierungsrat hat die Instandsetzung festgesetzt und dafür rund 4,76 Millionen Franken bewilligt (Regierungsratsbeschluss Nr. 20/2025). Betroffen ist der Abschnitt zwischen den Hausnummern 9 und 45, rund 600 Meter. Die Fahrbahn weist dort laut der Mitteilung der Baudirektion vom 23. Januar 2025 Risse und Spurrinnen auf, die Beläge werden ersetzt. Das kantonale Tiefbauamt rechnete damals mit einem Baubeginn im April 2026 und einer Dauer von rund 15 Monaten. Nach Medienberichten vom Februar 2026 startete die Baustelle am 9. März 2026 und läuft in Etappen bis in den Herbst 2027.
Weiter unten in derselben Mitteilung nutzen die Gemeinde und weitere Werke die Arbeiten des Tiefbauamts, um verschiedene Leitungen unter der Fahrbahn zu ersetzen. Oben wird abgefräst und neu eingebaut, darunter wird gegraben.

Welche Häuser in Küsnacht aufgenommen werden
Beobachtet wird nicht die ganze Nachbarschaft, sondern die Liegenschaften im Perimeter, an denen bereits eine Aufnahme vorliegt.
Warum eine Aufnahme zu Beginn hier nicht reicht
Eine Leitungsbaustelle steht nicht still. Sie wandert über den Abschnitt und liegt damit über die Bauzeit vor unterschiedlichen Häusern. Für ein einzelnes Gebäude heisst das, dass die Einwirkung nicht gleichmässig über die ganze Bauzeit anfällt, sondern in dem Zeitfenster, in dem der Graben gerade davor liegt.
Genau das kann eine Erst- und Schlussaufnahme nicht abbilden. Zwei Termine im Abstand von rund anderthalb Jahren zeigen die Summe aller Bewegungen, aber nicht, wann sie entstanden sind. Wird ein Riss am Schluss grösser gemessen, steht Aussage gegen Aussage, weil in der Zwischenzeit ausser der Baustelle auch zwei Winter lagen.
Mit Risssiegeln und protokollierten Messgängen sieht man stattdessen, in welchem Zeitraum sich etwas bewegt hat. Fällt das mit der Etappe vor dem Haus zusammen, ist das ein Argument für die Eigentümerschaft. Fällt es in eine Phase, in der die Baustelle zweihundert Meter weiter weg lag, ist es ein Argument für die Gegenseite. Beides ist brauchbarer als eine Zahl ohne Zeitpunkt.
Wie wir die Messgänge legen
Die Taktung richtet sich nach dem Bauablauf und nicht nach dem Kalender. Solange der Graben vor dem Objekt liegt, lesen wir enger ab, danach weiter. Den Etappenplan des Tiefbauamts haben wir nicht, wir richten uns nach dem, was vor Ort sichtbar ist und was die Bauleitung kommuniziert. Die Anfahrt ab Horgen bestimmt mit, welche Taktung wir realistisch zusagen können. Wir sagen lieber einen Rhythmus zu, den wir einhalten, als einen, der auf dem Papier besser aussieht.

Wo dieses Argument endet
Das gilt der Seestrasse in Goldbach und den Liegenschaften an diesem Abschnitt. Für ein Bauvorhaben anderswo in Küsnacht entscheiden Aushubtiefe und Zustand der Nachbarsubstanz darüber, ob ein laufendes Monitoring angezeigt ist. Das schauen wir uns am konkreten Objekt an, und wir sagen auch ab, wenn eine einmalige Aufnahme genügt.
Für Küsnacht liegt eine Referenz an der Seestrasse vor, ein Neubau eines Mehrfamilienhauses aus dem Jahr 2025 im Auftrag der s.a.m. architektur management gmbh. Das Objekt liegt nicht im Bauabschnitt zwischen den Hausnummern 9 und 45, die Strasse kennen wir aber. Einen Standort hat Cumprova in Küsnacht nicht, das Büro steht in Horgen.

Weitere Leistungen in Küsnacht
Zu Rissmonitoring in Küsnacht
Nehmen Sie in Küsnacht auch Innenräume auf?
Ja. Wo die Nachbarliegenschaft hochwertig ausgebaut ist, dokumentieren wir Innenräume mit, inklusive Bodenbelägen, Naturstein und Sichtbeton. Den Zugang organisieren wir mit den Eigentümern selbst.
Was ist ein Risssiegel?
Ein Risssiegel ist ein zweiteiliger Messkörper mit Raster, der über einen Riss gesetzt wird. Verschiebt sich der Untergrund, verschiebt sich das Raster mit und die Bewegung lässt sich in Millimetern ablesen.
Wie oft wird gemessen?
Das richtet sich nach der Bauphase. Üblich sind eine Erstaufnahme, Zwischenkontrollen bei den kritischen Arbeiten und eine Schlusskontrolle nach Bauende.
Bringt Rissmonitoring auch ohne Baustelle etwas?
Ja. Setzungen, Hangdruck oder Temperaturwechsel bewegen ein Gebäude ebenfalls. Eine Messreihe über mehrere Monate zeigt, ob ein Riss aktiv ist oder ruht.
Beschädigen die Siegel die Fassade?
Innen kleben wir die Siegel, das lässt sich rückstandsarm entfernen. Nur wo der Untergrund es verlangt, verschrauben wir zusätzlich, und das stimmen wir vorher mit dem Eigentümer ab.
Sagen Sie uns, wann es losgeht.
Wenn Ihre Liegenschaft am betroffenen Abschnitt der Seestrasse liegt, melden Sie sich mit der Adresse, dann schauen wir uns den Bestand an und sagen, ob Risssiegel und laufende Messgänge in Ihrer Situation etwas bringen. Sie erreichen uns unter +41 44 521 05 64 oder info@cumprova.ch.